Fashionexperte Andy Wyss über seinen Werdegang und wieso sich Frauen auch von Hinten im Spiegel anschauen sollten.

Lifestyle - 29. Juni 2011

Andres Wyss ist Marketing und PR Consultant.

Er studierte Publizistikwissenschaft mit Schwerpunkt Medienökonomie an der Universität Zürich. Stationen in Zürich sowie in New York zeichnen seinen beruflichen Werdegang aus. Lancierungen von Produkten im Mode- und Lifestylebereich gehören zu seinen Kernkompetenzen.

Die Fashionmetropolen NYC, Berlin, Mailand und London sind sein zu Hause und dienen zugleich als Inspirationsquellen.

Andy, natürlich kenne ich dich aus erster Linie als Fashionexperte an der Seite von Alena Gerber auf usgang.tv und auch das ein oder andere People Magazin kam nicht um dich herum. Aber was machst du zurzeit genau? Abgesehen von shoppen..

Momentan geniesse ich meinen Sommerbreak. Der Monat August ist fashionmässig immer superslow. In Italien steht die Modeindustrie einen Monat lang still. Auch usgang.tv ist in der Sommerpause, somit stehen auch keine Drehs an. Natürlich bin ich aber nicht nur in der Badi und geniesse die heissen Temperaturen und den kühlen Zürichsee. Ich bin PR- und Marketing Consultant in erster Linie und vor allem für Produktlancierungen verantwortlich. Im Oktober müssen dann spätestens die Medien über die News berichten. Nun bereite ich Konzepte sowie Meetings vor. Zudem gehe ich noch mit zwei Personen shoppen. Ich biete ihnen eine Imageberatung an. Das macht immer sehr viel Spass!

Und wie kommt man da genau dazu? Das klingt nicht nach einem allzu geradlinigen Werdegang?

Doch ist er eigentlich schon. Dank New York bin ich in diese Faschionschiene gerutsch. Die Zeit dort hat meine Weichen gestellt. Ich war unter anderem bei Hugo Boss und Diane von Furstenberg. In dieser Zeit habe ich sehr viel von der Modeindustrie gelernt und erfahren. Hatte natürlich bei diesen beiden Häusern genügend Zeit auch hinter die Kulissen zu schauen und alle Arbeitsprozesse kennenzulernen. Momentan betreue ich die Einführung des Labels Tintamar aus Frankreich sowie die Etablierung des gleichnamigen Online Shops wie auch ein Neuprodukt von Unilever. Zuvor die Organic-Linie von Mavi Jeans am Musikfestival Coachella in LA, das Emergency Kit von DVF in Kollaboration mit den W Hotels sowie die trendige Denimkollektion Seven7 Jeans. Nach mehr als 10 Jahren in diesem Bereich habe ich schon viele Kollektionen gesehen, mit vielen tollen Leuten gearbeitet und bin viel gereist, was mir ein professionelles Schaffen erlaubt und nun auch neue Projekte und Kooperationen ermöglicht.

..du warst bei Hugo Boss und Diane von Furstenberg? Was hast du da denn genau gemacht?

Ich habe bei den Vorbereitungen für die Show mitgearbeitet: Das heisst; während der Fashion Week, Celebrities einkleiden für Events und den Red Carpet, Events organisieren und Product Placements in den Medien.

Das klingt so, als hättest du schon Einiges geschafft! Was möchtest du denn in nächsten Jahren noch erreichen?

In den nächsten Jahren möchte ich vermehrt international Arbeiten. Mein Ziel ist es in den beiden Märkten Schweiz und den USA zu arbeiten und somit zwischen NYC, Los Angeles und Zürich zu pendeln. Einige Projekte und Ideen sind zurzeit in der Pipeline. Zuviel möchte ich noch nicht verraten. Berichtet lieber wieder von mir sobald es spruchreif ist!

Das machen wir natürlich gerne!

Wenn du in der Schweiz unterwegs bist, was sind die grössten und häufigsten Modesünden der jungen Frauen?

Kennst du den Begriff „Muffin Top“? Google image dies mal! Frauen, die sich in Zeugs reinquetschen, die eindeutig zu klein sind. Und somit überhaupt nicht die Figur betonen. Oft machen die Frauen den Fehler, dass sie lieber ihr Shirt in Grösse S kaufen, als das Oberteil 1 bis 2 Grössen grösser zu kaufen und, so dass eben die Röllchen nicht aus den Jeans quellen und sich nicht durch das Shirt zeichnen. Mädchen: Kauft die richtig passende Grösse – So könnt ihr eure Problemzonen gut verdecken! Zudem finde ich der „Uniformismus“ (à la Adidas Turnschuhe, hellblaue Jeans, weisses Blüschen, kleine Gucci-Umhängetasche) bei den Girls nicht eine Sünde, aber langweilig. Die Schweizerin darf sich in Sachen Mode mehr getrauen. Tipps: Sich von den Fashion-Magazinen inspirieren lassen, teures mit billigem mixen und sich auch von Hinten im Spiegel betrachten!

Und bei den Männern?

Bei den Jungs gibt es 2 Sünden. Abercrombie & Fitch T-Shirts und Schuhe, die nicht zum getragenen Outfit passen. Diesem Shirttrend sollte nun ein Ende gesetzt werden. Was zu Beginn cool und exklusiv war, ist heute ein uninteressantes Massenprodukt. Und zudem gibt es so viele andere coole T-Shirt Marken, die den Männern ein stylisches Auftreten ermöglichen und so die Blicke der Girls auf sich ziehen. Viele Jungs wissen, was und wie sie ihre Klamotten tragen müssen… bis es zu den Schuhen kommt. Oft sind die Sneakers oder Businessschuhe abgelatscht oder passen farblich nicht zum Look. Für mich runden Schuhe das Outfit ab und gelten zugleich als Visitenkarte…

Welche Shops findest du trendy und preiswert in Zürich?

Zum meinen Favoriten gehört American Apparel. Dort finde ich perfekt taillierte Basisteile in guter Qualität und in einer breiten Farbpalette. Eine ganz coole Auswahl an bedruckten T-Shirts und Turnschuhen hat Street Files an der Badenerstrasse. „Gloss“ beim Escherwyssplatz, „Das Haus“ an der Langstrasse sowie „Big“ sind gute Adressen für trendige und preiswerte Klamotten.

Trendy, aber nicht ganz preiswert, dafür aber mit guten Produkten, die qualitativ hochstehend sind, empfehle ich DeeCee Style beim Zürcher Paradeplatz. Vor einigen Tagen hat dort Pharell Wiliams seine Billionars Boys Club-Kollektion im kleinen Kreise vorgestellt!

Ich will dich ja nicht angraben, Schätzchen.. aber was trägst denn DU gerade?

Haha…Willst du es genau wissen?

Ja, natürlich!

Okay, ich geb dir meine Garderobe durch – Von unten bis oben! Schwarz-weiss-orange Sneakers von Nike, Socken von Burlington, Vintage-Jeans von Marc Jacobs, weisses V-Ausschnittschirt von American Apparel, gestreifter Cardigan von APC, schwarze G Shock Uhr und eine schwarze Dior Homme Sonnenbrille!

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